Baidu und Google in China und Japan

Nachdem Baidu heute Morgen bekannt gegeben hat, in das japanische Suchmaschinengeschäft einsteigen zu wollen hat der Chicago Tribune einen Artikel über das Duell zwischen Baidu und Google veröffentlicht.

Baidu ist mit 62% die beliebteste chinesische Suchmaschine, was einem Jahreszuwachs von 15 Prozentpunkten entspricht. Außerdem bietet Baidu viele social-networking Funktionen.

Google dagegen hat einen Marktanteil von lediglich 25%, im Vergleich zu 33% im Vorjahr.

Sich gegen Baidu durchzusetzen wird schwer, denn das Google Markenzeichen, eine schlichte Suchseite ohne viel Schnickschnack, hat Baidu mehr oder weniger kopiert
Und auch das Google Motto „dont be evil“ hat man aufgegeben um auf dem zweitgrößten Markt der Welt aktiv werden zu dürfen. Denn die Zensur der Google Resultate durch die chinesische Regierung kommt vielen relativ „evil“ vor.

Momentan besteht Googles Plan darin, mit chinesischen Internet Dienstleistern zu kooperieren und Absolventen der besten Technologie Universitäten in China anzuwerben.

Eine Kuriosität von Baidu ist, dass man auch in der normalen Suche seinen Platz verbessern kann, in dem man Geld spendet. Dies wäre auf dem amerikanischen oder europäischen Markt undenkbar und würde die Glaubwürdigkeit einer Suchmaschine in Frage stellen. In China scheint es aber problemlos Möglich zu sein.

Im Gegensatz zu westlichen Märkten, in denen Google bisher auf Werbung mehr oder weniger komplett verzichten konnte, steht ihnen mit Baidu ein Konkurrent gegenüber, der massivste Online und TV Werbung betreibt.

Vom Aktienkurs her ist Google mit 500$ übrigens der klare Gewinner gegenüber Baidus 110$.

Gefunden habe ich die Story via Search Engine Land.

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